Der lange Weg zum Nutzomaten (2) – Darum geht´s aus Marketingsicht

Der Nutzomat ist im Marketing-Kontext entstanden. Ist 15 Jahre her. Seitdem habe ich viel über ihn geschrieben, erklärt, illustriert. Habe jetzt aber mal die Maschine gefragt, wie sie ihn – mit dem Ziel, die veränderte Bedeutung von Marketing aufzuzeigen – anderen nahebringen würde. Sie sagte das:

Versuch 1: leichte Sprache

  • Klassisches Marketing trennt Produzent vs. Konsument
  • Das ist veraltet
  • Stattdessen gibt es den „Prosumenten“ (Producer + Consumer)
  • D.h. Kunden kaufen nicht nur Produkte, sondern
  • die Möglichkeit, sich selber damit im Kopf und im Leben aktiv Nutzen zu schaffen
  • Marketing ist darum Beeinflussung tatsächlicher und/ oder erwarteter Nutzenwahrnehmungen

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Versuch 2: Noch leichtere Erklärung

  • Menschen handeln immer nach persönlichen Nutzenkalkülen
  • bewusst oder unbewusst
  • Sogar altruistisches Verhalten folgt einem Nutzen
  • Darum Marketing = „Nutzenwahrnehmungsbeeinflussung“

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Versuch 3: ausführlichere aber immer noch leichte Erklärung

Der Mensch ist ein „Nutzomat“
👉 Menschen handeln immer nach ihrem eigenen Nutzen

Das gilt für:

  • Kaufentscheidungen
  • Beziehungen
  • Moralisches Verhalten
  • sogar Selbstlosigkeit

Dabei ist der wahrgenommene Nutzen oft:

  • unbewusst
  • emotional
  • irrational
  • Aber er ist immer da.

Viele denken: „Nutzen = Preis-Leistung“
Aber das ist komplett falsch.

Denn Nutzen kann auch das sein:

  • Status („Ich wirke erfolgreich“)
  • Identität („Ich bin ein Apple-Typ“)
  • Zugehörigkeit („Ich gehöre dazu“)
  • Emotion („Das fühlt sich gut an“)
  • Sinn („Ich tue etwas Richtiges“)
  • u.v.m.

Marketing ist darum = Wahrgenommenen Nutzen verändern
👉 Marketing beeinflusst nicht Produkte – sondern Nutzenwahrnehmung

Das bedeutet für Marketer:

  • Du verkaufst nicht das Produkt
  • sondern den damit prosumierbaren Nutzen im Kopf des Kunden

Dabei ist der Kunde kein reiner Käufer, sondern Mitgestalter
Er „konsumiert“ nicht einfach
Er erschafft aktiv den Nutzen selbst
Er ist Prosument (Producer + Consumer)

Darum merke Dir:

  • Marken gehören Unternehmen nicht
  • Marken entstehen im Kopf der Menschen, nicht im Unternehmen
  • Marken können von Unternehmen nicht kontrolliert werden

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Versuch 4: Jetzt wieder etwas luftiger

1. Frag nicht: „Was verkaufe ich?“
2. Frag: „Warum ist das für jemanden wertvoll?“
3. Denn Menschen sind keine rationalen Käufer
4. sondern wandelnde „Was bringt mir das eigentlich?“-Maschinen