{Dies ist der 15. und letzte Teil der Miniserie zum Bau der Nutzomat-App. Ich empfehle am Anfang zu beginnen und sich dann Post für Post nach vorne zu hangeln. Hier geht´s zum Nr. (1)- Post }
Produktartefakt · Nutzomat Decision Engine
Ein Bauplan für eine App, die individuelle Nutzenkalküle sichtbar macht
Dieses Artefakt fasst die Arbeitsschritte zur Entwicklung der Nutzomat-App zusammen: vom Nutzenmodell über UX, Produktlogik, technische Architektur und Roadmap bis zur Validierung.
1. Zielbild
Die Nutzomat-App soll Entscheidungen nicht automatisieren, sondern sichtbar machen, warum eine Option für eine konkrete Person in einer konkreten Situation wertvoller wirkt als eine andere.
| Ziel | MVP | Output |
|---|---|---|
| Entscheidungen klären | 2–4 Alternativen vergleichen | Ranking, Treiber, Confidence, Sensitivität |
2. Nutzenmodell
Das Modell beruht auf einem subjektiven Transaktionswert. Bewertet wird nicht der objektive Wert einer Alternative, sondern ihr Wert für eine bestimmte Person in einer bestimmten Situation.
Transaktionswert(A) = Gesamtnutzen(A) − Gesamtkosten(A)
Gesamtnutzen = Ergebnisnutzen + Prozessnutzen + Persönlichkeitsnutzen + Prosumtionsnutzen
Gesamtkosten = Inputkosten + Transaktionskosten
Wichtig: TV = f(Person, Situation, Alternative)
| Dimension | Leitfrage | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ergebnisnutzen | Was bringt mir das direkt? | Zielerreichung, Problemlösung, unmittelbarer Gewinn. |
| Prozessnutzen | Wie ist der Weg dorthin? | Angenehmheit, Einfachheit, Erlebnisqualität, Reibungslosigkeit. |
| Persönlichkeitsnutzen | Passt diese Option zu mir? | Selbstbild, Identität, Stimmigkeit, Anerkennung, Integrität. |
| Prosumtionsnutzen / Zukunftswert | Was baut das für später auf? | Fähigkeiten, Kontakte, Reputation, Erfahrung, künftige Chancen. |
| Inputkosten | Was muss ich direkt investieren? | Geld, Zeit, Energie, Aufmerksamkeit, Verzicht. |
| Transaktionskosten | Wie viel Reibung entsteht? | Unsicherheit, Risiko, Suchaufwand, Koordination, mentale Last. |
3. App-Konzept
Die App ist ein Entscheidungsassistent. Sie strukturiert Alternativen, persönliche Prioritäten und situative Faktoren, berechnet daraus ein Entscheidungsbild und erklärt die wichtigsten Treiber.
Was die App tut
- Entscheidung und Alternativen erfassen
- Situation und persönliche Prioritäten modellieren
- Alternativen entlang von sechs Dimensionen bewerten
- Transaktionswerte berechnen
- Ergebnis erklären und später nachverfolgen
Was im MVP bewusst nicht enthalten ist
- keine KI-Beratung
- keine Teamentscheidungen
- keine komplexen Dashboards
- keine Blackbox-Empfehlung
4. Nutzerflow
Der Flow muss linear, ruhig und testbar sein. Ziel: Ergebnis in etwa 8–12 Minuten.
→
2. Alternativen
→
3. Situation
→
4. Prioritäten
→
5. Bewertung
→
6. Ergebnis
→
7. Follow-up
5. UX und Screens
Die Oberfläche sollte sich wie ein ruhiger Denkraum anfühlen: klar, reduziert, mit sichtbarem Fortschritt und ohne visuelle Überladung.
Dashboard
[Logo] [Profil] Treffe klarere Entscheidungen Vergleiche Optionen entlang von Ergebnis, Weg, Identität und Zukunft. [ Neue Entscheidung starten ] Letzte Entscheidungen [ Jobwechsel 2026 · 3 Alternativen · Ergebnis vorhanden ]
Bewertung
Alternative B · Schritt 1 von 6 Was bringt dir diese Option direkt? Wie stark bringt dich diese Option deinem Ziel näher? [------●----] 8 Wie nützlich ist das Ergebnis? [--------●--] 9 Wie wahrscheinlich ist es? [-----●-----] 7 [ Zurück ] [ Weiter ]
Ergebnis
Dein Entscheidungsbild Aktuell vorne: Alternative B Begründung: starker Zukunftswert + hoher Identitätsfit Ranking 1. B · 72 Punkte 2. A · 61 Punkte 3. C · 55 Punkte Was treibt das Ergebnis? • Zukunftswert ist entscheidend • Identitätsfit macht den Unterschied • Kosten sind nicht der Hauptfaktor
6. Technische Architektur
| Bereich | Empfehlung |
|---|---|
| Frontend | Next.js |
| Sprache | TypeScript |
| Datenbank | PostgreSQL |
| Auth | Supabase Auth oder Auth0 |
| Analytics | PostHog |
Zentrale Datenobjekte
- users
- decisions
- situations
- user_priority_profiles
- alternatives
- ratings
- computed_results
- decision_outcomes
- follow_ups
7. 6-Wochen-Roadmap
| Woche | Fokus | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Modell & Scope | Fragenkatalog, Scope, Demo-Cases |
| 2 | Figma & Tests | Klickbarer Prototyp, erste Erkenntnisse |
| 3 | Backend | DB, API, Seed-Daten |
| 4 | Frontend | End-to-End-Eingabeflow |
| 5 | Compute & Ergebnis | Ranking, Confidence, Treiber |
| 6 | Pilot | Follow-up, QA, Deployment |
8. Team
| Rolle | Verantwortung |
|---|---|
| Product & Model Lead | Modelltreue, Scope, Fragenqualität, Testcases |
| Product Designer | Flow, UI, Copy, Ergebnisdarstellung |
| Full-Stack Engineer | DB, API, Frontend, Compute Engine, Deployment |
| UX Research optional | Tests, Interviews, Auswertung |
9. Nutzertests
Die ersten Tests sollen prüfen, ob Nutzer die Fragen verstehen, ob das Ergebnis plausibel wirkt und ob der Flow nicht zu lang ist.
- 5–10 Personen mit echten Entscheidungen testen
- laut denken lassen
- nicht erklären, sondern beobachten
- Ergebnis auf Plausibilität prüfen
- Completion Rate und Zeit bis Ergebnis messen
Kernfragen im Test
- Welche Frage war unklar?
- Wo hast du geraten?
- Wo wurdest du müde?
- Was hat dich überrascht?
- Fühlt sich das Ergebnis logisch an?
- Würdest du das erneut nutzen?
10. Go-to-Market
Ziel der ersten Phase ist Validierung, nicht Wachstum. Gesucht werden Menschen mit echten Entscheidungen und Bereitschaft zur Reflexion.
| Kanal | Ansatz |
|---|---|
| Direktansprache | Menschen mit aktueller Entscheidung gezielt ansprechen |
| Problem posten, Testpersonen suchen | |
| Communities | Karriere, Produktivität, Entscheidungsfindung |
| Netzwerk | „Ich helfe dir bei einer Entscheidung“ statt „Test meine App“ |
Positionierung: Kein weiteres Produktivitätstool. Ein Tool, das zeigt, warum sich eine Entscheidung richtig oder falsch anfühlt.
11. Umsetzungsliste
- MVP-Use-Case festlegen
- Fragenkatalog finalisieren
- Drei Demo-Cases ausarbeiten
- Figma-Low-Fidelity-Flow bauen
- Fünf Nutzertests durchführen
- UX-Probleme priorisieren
- Datenmodell und API-Schnittstellen finalisieren
- Web-MVP mit Kernflow bauen
- Compute Engine integrieren
- Pilotgruppe starten
12. Copy-Block: wichtigste Entscheidungen als Markdown
Diesen Block kannst du separat kopieren und z. B. in Notion, GitHub, ein PRD oder ein Briefing übernehmen.
# Nutzomat App – wichtigste Entscheidungen ## Produktidee Die Nutzomat-App macht individuelle Nutzenkalküle sichtbar. Sie ersetzt keine Entscheidung, sondern hilft Nutzern, die subjektiven Treiber ihrer Entscheidung zu verstehen. ## Kernmodell Transaktionswert = Gesamtnutzen − Gesamtkosten Gesamtnutzen: - Ergebnisnutzen: Was bringt es direkt? - Prozessnutzen: Wie ist der Weg? - Persönlichkeitsnutzen: Passt es zu mir? - Prosumtionsnutzen / Zukunftswert: Was baut es für später auf? Gesamtkosten: - Inputkosten: Geld, Zeit, Energie, Verzicht - Transaktionskosten: Unsicherheit, Komplexität, mentale Last, Reibung ## Wichtigste Produktregel Die App bewertet nicht objektive Qualität, sondern: Wert der Alternative für diese Person in dieser Situation. ## MVP-Scope - Web-App - Einzelnutzer - 2–4 Alternativen - Situation und persönliche Prioritäten - 6 Bewertungsdimensionen - Ranking, Treiberanalyse, Confidence, Sensitivität - Entscheidung speichern - Follow-up erfassen ## Nutzerflow 1. Entscheidung anlegen 2. Alternativen erfassen 3. Situation erfassen 4. Persönliche Prioritäten festlegen 5. Alternativen bewerten 6. Ergebnis berechnen 7. Entscheidung speichern 8. Follow-up durchführen ## UX-Prinzipien - Alltagssprache statt Fachsprache - Schritt-für-Schritt statt Dashboard-Überladung - Ergebnis immer erklären - wenige Fragen pro Screen - Nutzen und Kosten klar unterscheidbar ## Technische Entscheidung Empfohlener Stack: - Next.js - TypeScript - PostgreSQL - separate Compute Engine - Supabase/Auth0 für Auth - PostHog für Analytics ## Team - Product & Model Lead: Modelltreue, Scope, Fragenqualität - Product Designer: Flow, UI, Ergebnisdarstellung - Full-Stack Engineer: Architektur, DB, API, Frontend, Compute - UX Research optional ## 6-Wochen-Plan 1. Modell und Scope finalisieren 2. Figma-Prototyp und erste Tests 3. Backend und Persistenz 4. Frontend-Kernflow 5. Compute Engine und Ergebnisansicht 6. Follow-up, QA und Pilot ## Go-to-Market Ziel der ersten Phase ist Validierung, nicht Wachstum. Kanäle: - Direktansprache - LinkedIn - Communities - eigenes Netzwerk ## Positionierung Nicht: weiteres Produktivitätstool. Sondern: Ein Tool, das zeigt, warum sich eine Entscheidung richtig oder falsch anfühlt. ## Nächster Schritt Ein klickbarer Figma-Prototyp mit 5–10 echten Nutzertests, bevor der Web-MVP gebaut wird.
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